Beschrijving
Im deutschen Bildungsföderalismus können sich umfassende Schulreformen nur in einem Prozess der gegenseitigen Beobachtung, Kommunikation und Verhandlung der schulpolitische Akteure der Länder verwirklichen.
Die Gestaltung des Schulwesens ist im deutschen Bundesstaat grundsätzlich eine Sache der Länder. Dies hat die Föderalismusreform 2006 nachdrücklich bestätigt. Eine bundesweite Bildungsreform kann sich nur als freiwillige Übernahme schulpolitischer Konzepte von Bundesland zu Bundesland verwirklichen. Ihre Möglichkeiten und Grenzen sind abhängig von der Intensität gegenseitiger Beobachtung und Kommunikation der schulpolitischen Akteure. In dieser Studie werden Strukturen und Bedingungen bundesweiter schulpolitischer Innovationsdiffusion anhand eines konkreten Fallbeispiels aufgearbeitet. Untersucht wird die Verwirklichung der Idee „Schulautonomie“ im deutschen Schulrecht aller 16 Bundesländer von 1990 bis 2004. Die Inhalte, der Umfang und der Verlauf der schulrechtlichen Implementation von „Schulautonomie“ werden sowohl länderübergreifend als auch im Ländervergleich dargestellt. Die Bedeutung regionaler, politischer und sozioökonomischer Einflussgrößen auf Schulreformen im deutschen Bundesstaat wird aufgezeigt.
Im deutschen Bildungsföderalismus können sich umfassende Schulreformen nur in einem Prozess der gegenseitigen Beobachtung, Kommunikation und Verhandlung der schulpolitische Akteure der Länder verwirklichen. Zur Untersuchung und Beurteilung der Möglichkeiten und Begrenzungen deutscher Schulreform ist es entsprechend notwendig, die Aufmerksamkeit auf die Strukturen der Kommunikation und Interaktion zwischen den deutschen Bundesländern zu richten. In dieser Studie wird dazu die Verbreitung der Politikidee \
